Unsere Ziele sind nicht möglichst viele Rechenzentren um jeden Preis, sondern die richtigen Rechenzentren am richtigen Ort – leistungsfähig, ressourcenschonend und mit einem konkreten Nutzen für die Region.
Hier finden Sie eine Übersicht, die Ihnen hilft als politischer*e Mandatsträger*in, potenzielle Rechenzentrumsprojekte in ihrer Kommune systematisch und frühzeitig zu bewerten.
Die wichtigsten Fragen rund um Rechenzentren werden kurz und verständlich beantwortet. Dabei geht es um ihre Funktionsweise, unterschiedliche Arten, den Strom- und Wasserverbrauch sowie ihre Bedeutung für KI und Cloud-Dienste. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen für Kommunen und der Entwicklung in Deutschland.
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat Anfang Oktober gefordert, dass Rechenzentren bei Wasserknappheit mehr für ihren Wasserverbrauch bezahlen oder in wassersparende Technik investieren sollen. Doch wie die Bundesregierung diese Forderung umsetzen will, bleibt offen. Das geht aus der Antwort auf eine schriftliche Frage der Brandenburger Bundestagsabgeordneten Dr. Andrea Lübcke (Bündnis 90/Die Grünen) hervor.
„Es ist richtig, dass Schneider den Wasserverbrauch von Rechenzentren zum Thema macht. Gerade in Brandenburg, wo Wasser regional knapp ist und gleichzeitig zahlreiche neue Rechenzentren geplant werden. Aber öffentliche Ankündigungen reichen nicht. Jetzt muss der Minister deutlich machen, welche Maßnahmen er konkret voranbringen will“, sagt Lübcke.
Die Landesregierung schaut bei der Ansiedlung neuer Rechenzentren bislang weitgehend weg. Deshalb sorgen wir Brandenburger Bündnisgrüne mit dieser Internetseite für Transparenz. Die Menschen vor Ort haben ein Recht darauf, frühzeitig zu erfahren, welche Auswirkungen ein Projekt auf Wasser, Energieversorgung und ihre Kommune hat. Gleichzeitig bringen wir klare Forderungen auf den Tisch. Neue Rechenzentren müssen zu den verfügbaren Ressourcen und zur Entwicklung der jeweiligen Region passen. Wir brauchen die richtigen Rechenzentren am richtigen Ort
Brandenburg ist eine wasserarme Region. Neue Rechenzentren müssen deshalb mit geschlossenen Kühlkreisläufen oder anderen wassersparenden Systemen arbeiten. Eine reguläre Verdunstungskühlung lehnen wir ab. Zugleich muss die entstehende Abwärme genutzt werden. Sie ungenutzt an die Umgebung abzugeben, wäre eine enorme Verschwendung.
Unsere digitale Unabhängigkeit ist nur möglich, wenn genug Rechenleistung in Europa verfügbar ist. Diese Rechenleistung muss aber nachhaltig und lokal verankert sein. Sie muss sich nur nach verbindlichen Standards für Effizienz und Ressourcenschutz richten. Der Wettbewerb um digitale Infrastruktur darf nicht zulasten von Klima und Kommunen gehen. Dafür müssen wir in Brüssel und in Brandenburg sorgen.
Rechenzentren benötigen große Mengen Strom. Deshalb müssen sie energieeffizient arbeiten.
Brandenburg hat viel grünen Strom und bietet sich daher als Standort an. Neue Rechenzentren dürfen andere Industrieansiedlungen mit mehr Arbeitsplätzen nicht verhindern und müssen deshalb klug ins bestehende Stromnetz integriert werden.